Linderung chronischen Durchfalls und Kloßgefühls im Hals
Aufgrund des Umstandes, dass rotes Reismehl sowohl leicht antibiotisch wirksame Farbpigmente enthält und seine HMG-CoA-Reduktase Inhibitoren (Monacholine) eventuell auch die Bildung von Zellwänden von pathogenen Keimen im Darm beeinträchtigen und deren Wachstumsmilieu verschlechtern können, ohne gleichzeitig positiv wirkende Milchsäurebakterien negativ zu beeinflussen, erklärt den Hintergrund, vor dem rotes Reismehl auch zur Behandlung chronischen Durchfalls eingesetzt wurde. Bei 50 Patienten {+++} mit chronischem, z.t. schon jahrelang bestehenden Durchfall, konnten PANG Mingiu et al. (1997) eine Reduktion der Durchfallintensität von ursprünglich 8 +/- 4 Stühlen pro Tag auf maximal 2 Stühle/Tag in 56% der Fälle innerhalb von 2 Wochen erreichen. Bei weiteren 40% (20 Fällen) gelang eine Halbierung der Stuhlfrequenz. Rotes Reismehl war in dieser Studie ebensogut wirksam wie eine die Darmmotilität einschränkende Arznei, ohne deren Nebenwirkungsprofil zu besitzen.
LIU Antai (1997) zeigte bei 12 Patienten mit Fremdkörpergefühl (Kloßgefühl) im Hals, dass dieses Symptom durch eine 30tägige Gabe von rotem Reismehl (Zhibituo, 1.4 g oral dreimal täglich) bei 10 Patienten vollständig gelindert werden konnten, während in einer achtköpfigen, mit Nifedipin behandelten Kontrollgruppe dies nur bei 6 Patienten gelang.